Campingplatz verpachten: den richtigen Pächter finden

Ihren Campingplatz verpachten heißt: Eigentum behalten, laufende Einnahmen erhalten, das Tagesgeschäft abgeben. Wir finden den Pächter, gestalten den Pachtvertrag und sorgen dafür, dass die Pacht auch in schwachen Jahren gezahlt wird.

30 Minuten, kostenlos, konkrete Ersteinschätzung.

1.000
Suchen im Monat nach „Campingplatz pachten“Google Ads Keyword-Planer, Zwölfmonatsschnitt bis Juli 2026
Saison oder Pacht?

Die Saison trägt der Pächter. Sie bekommen Ihre Pacht.

morja findet den Pächter, gestaltet den Vertrag und sorgt dafür, dass die Pacht auch in schwachen Jahren kommt.

Klingt das nach Ihnen?

Diese Lagen begegnen uns am häufigsten, wenn Gastgeber und Eigentümer zu dieser Beratung kommen.

  • Sie wollen raus aus dem Tagesgeschäft, aber nicht aus dem Eigentum

    Die Verpachtung gibt Ihnen laufende Einnahmen, ohne dass Sie morgens die Rezeption aufschließen. Die Wertsteigerung des Grundstücks bleibt bei Ihnen.

  • Der bisherige Pachtvertrag läuft aus

    Eine Verlängerung zu alten Konditionen ist selten die beste Lösung. Wir prüfen, was am Markt erzielbar ist und welche Punkte im neuen Vertrag anders geregelt gehören.

  • Sie haben geerbt und wollen den Betrieb nicht führen

    Erbengemeinschaften brauchen eine Lösung, die allen Beteiligten gerecht wird und niemanden zum Gastgeber macht, der es nicht sein will.

So läuft es ab

  1. Pachtfähigkeit prüfen

    Nicht jeder Platz ist gut verpachtbar. Wir prüfen Ertragskraft, Zustand, Investitionsstau und Baurecht und sagen Ihnen, welche Pacht realistisch ist und was Sie vorher instand setzen sollten.

    3 bis 4 Wochen
  2. Pächter suchen und prüfen

    Wir sprechen gezielt Betreiber, Quereinsteiger und Betriebe aus der Region an, prüfen deren Erfahrung und Bonität und stellen Ihnen nur Kandidaten vor, die den Betrieb tatsächlich führen können.

    2 bis 6 Monate
  3. Vertrag gestalten

    Pachthöhe und Anpassung, Instandhaltungspflichten, Investitionen und deren Ausgleich am Ende, Übernahme der Dauercamper, Betriebspflicht, Sicherheiten und Rückgabezustand. Die anwaltliche Prüfung gehört dazu.

    4 bis 8 Wochen
  4. Übergabe begleiten

    Übergabeprotokoll, Zählerstände, Information der Dauercamper und des Personals, Übergabe der Behördenkontakte. Was jetzt sauber dokumentiert wird, erspart später Streit.

    4 bis 6 Wochen

Wo diese Beratung auf dem Weg ansetzt

Jede Beratung ist ein Abschnitt auf dem ganzen Weg. Wir begleiten Sie auch davor und danach, wenn Sie wollen.

  1. Ihre Ausgangslage
  2. AnalyseWo stehen Sie, was trägt?
  3. Konzept und WirtschaftlichkeitWelcher Weg rechnet sich?
  4. Genehmigung und BauWas darf entstehen?
  5. DigitalisierungAbläufe, die entlasten
  6. Betrieb und ManagementEin Platz, der läuft
  7. Hier setzen wir anVermarktung und ÜbergabeGäste gewinnen, sauber übergeben
  8. Ihr ZielEin Platz mit Zukunft

Pacht ist nicht Miete

Wer einen Campingplatz verpachtet, überlässt nicht nur die Fläche, sondern den Betrieb mitsamt der Möglichkeit, damit Erträge zu erwirtschaften. Juristisch ist das eine Pacht und keine Miete, und dieser Unterschied hat Folgen für Kündigungsfristen, Instandhaltungspflichten und die Frage, was am Ende der Laufzeit mit den Investitionen des Pächters passiert. Details dazu stehen im Beitrag über den Pachtvertrag für Campingplätze.

Drei Modelle bestimmen die Pachthöhe

Es gibt drei gängige Formen, und sie verteilen das Risiko unterschiedlich.

Festpacht. Ein fester Jahresbetrag, unabhängig vom Geschäftsverlauf. Für Sie planbar, für den Pächter riskant. In verregneten Jahren gerät er unter Druck, und ein Pächter unter Druck spart an Instandhaltung.

Umsatzpacht. Ein Prozentsatz vom Umsatz. Das Risiko liegt bei Ihnen, dafür profitieren Sie, wenn der Platz wächst. Voraussetzung ist ein Zugriff auf nachvollziehbare Zahlen, sonst wird die Abrechnung zur Streitquelle.

Sockel plus Umsatzanteil. Ein Grundbetrag deckt Ihre laufenden Kosten, darüber hinaus sind Sie am Umsatz beteiligt. Diese Kombination hat sich bei Campingplätzen weitgehend durchgesetzt, weil sie beide Seiten schützt.

Welche Größenordnung erzielbar ist, hängt von Auslastung, Dauercamper-Anteil, Zustand der Anlagen und Region ab. Belastbar sagen lässt sich das erst nach der Prüfung, alles andere wäre geraten.

Pachtverhältnisse scheitern fast immer an denselben vier Punkten

Instandhaltung. Wenn nicht klar geregelt ist, wer Dach und Fach zahlt und wer die laufende Wartung, wird jede größere Reparatur zur Auseinandersetzung. Eine Wertgrenze im Vertrag löst das.

Investitionen des Pächters. Baut der Pächter ein neues Sanitärgebäude, gehört es nach Vertragsende Ihnen. Ohne Ausgleichsregelung investiert er nicht, und der Platz veraltet über die Laufzeit.

Dauercamper. Wer schließt die Verträge, wer kassiert das Standgeld, wer kündigt im Konfliktfall? Bei Plätzen mit hohem Dauercamper-Anteil ist das die wirtschaftlich wichtigste Frage überhaupt.

Betriebspflicht. Ohne ausdrückliche Verpflichtung zum ordnungsgemäßen Betrieb kann ein Pächter den Platz herunterwirtschaften und am Ende zurückgeben. Die Regelung gehört in jeden Vertrag.

Was wir für Sie übernehmen

Wir suchen und prüfen die Kandidaten, führen die Verhandlung, bereiten den Vertrag inhaltlich vor und begleiten die Übergabe. Die rechtliche Prüfung des Vertrags übernimmt eine Anwältin oder ein Anwalt Ihres Vertrauens, und wir empfehlen ausdrücklich, darauf nicht zu verzichten.

Wenn sich im Lauf der Prüfung zeigt, dass der Platz besser über eine Betriebsführung aufgehoben wäre, sagen wir das. Es gibt Plätze, für die sich kein passender Pächter findet, weil sie zu klein, zu sanierungsbedürftig oder zu speziell sind.

Ein Rechenbeispiel für Sockel plus Umsatzanteil

Beispielrechnung, keine reale Zusage. Angenommen ein Platz mit 100 Stellplätzen erzielt einen Jahresumsatz von 600.000 Euro. Vereinbart sind ein Sockel von 40.000 Euro und 8 Prozent vom Umsatz oberhalb von 300.000 Euro.

Position

Betrag

Jahresumsatz

600.000 €

Sockel für Sie als Verpächter

40.000 €

Umsatzanteil, 8 % von 300.000 €

24.000 €

Pacht insgesamt

64.000 €

Die tatsächliche Höhe hängt von der Ausgangslage Ihres Platzes ab: Auslastung, Dauercamper-Anteil und Zustand der Anlagen bestimmen, welcher Sockel und welcher Anteil für einen Pächter noch tragbar sind, ohne dass er in schwachen Jahren in Zahlungsschwierigkeiten gerät.

Eine jährliche Anpassungsklausel gehört in jeden Vertrag, meist gekoppelt an den Verbraucherpreisindex oder an eine feste Steigerungsrate. Ohne sie sinkt der reale Wert der Pacht über zehn oder zwanzig Jahre spürbar, während Ihre eigenen Kosten für Grundsteuer und Versicherung weiter steigen. Wir legen die Formel schon in der Verhandlung offen, damit später niemand über die Berechnung streitet.

Was in den ersten zwölf Monaten der Pacht typischerweise passiert

Die erste Saison unter neuer Pacht ist die kritischste. Der Pächter lernt den Platz, die Dauercamper testen, ob sich etwas ändert, und kleine Unstimmigkeiten im Vertrag zeigen sich zum ersten Mal in der Praxis. Wir empfehlen deshalb, in den ersten zwölf Monaten enger als später vereinbart zu berichten, etwa vierteljährlich statt jährlich.

Typische Reibungspunkte sind die Übernahme laufender Buchungen, die Zuständigkeit für Instandhaltungen, die noch aus der alten Betriebszeit stammen, und die Frage, wie mit Dauercampern umgegangen wird, die den Wechsel skeptisch sehen. Ein gemeinsamer Übergabetermin mit allen Beteiligten, bei dem Zählerstände, offene Reparaturen und Ansprechpartner dokumentiert werden, verhindert die meisten dieser Konflikte, bevor sie entstehen.

Auch die Frage, wer die Betriebshaftpflicht und die Instandhaltung der technischen Anlagen versichert, gehört in dieses erste Jahr geklärt. Standardmäßig übernimmt der Pächter die laufenden Versicherungen für den Betrieb, während Sie als Verpächter die Gebäudeversicherung behalten. Wird das nicht sauber getrennt, zahlt im Schadensfall am Ende niemand, weil beide Seiten glauben, die andere sei zuständig. Wir halten diese Zuständigkeiten deshalb explizit im Vertrag fest, mit Nennung der jeweiligen Versicherung, statt sie stillschweigend vorauszusetzen.

Nach der ersten Saison lohnt sich ein Rückblick: Hat sich die vereinbarte Pacht als tragfähig erwiesen, oder zeigt sich, dass eine Anpassungsklausel nötig gewesen wäre? Diese Erfahrung fließt in den nächsten Vertrag ein, den wir für Sie mitgestalten, falls der aktuelle irgendwann neu verhandelt wird. Für Sie als Verpächter heißt das im Alltag: ein bis zwei Berichte im Jahr, ein Blick auf die Umsatzentwicklung und ein Ansprechpartner, wenn größere Investitionen anstehen. Anders als bei der Betriebsführung greifen Sie operativ nicht ein, auch wenn Ihnen eine Entscheidung des Pächters nicht gefällt, solange sie den Vertrag nicht verletzt. Das ist der Preis für den geringen eigenen Aufwand, und die meisten Verpächter empfinden ihn als fairen Tausch.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, einen Pächter zu finden?
Zwei bis sechs Monate sind realistisch, bei sanierungsbedürftigen oder abgelegenen Plätzen auch länger. Die Nachfrage ist da, allein nach „Campingplatz pachten“ wird in Deutschland rund 1.000-mal im Monat gesucht. Passende und zugleich solvente Kandidaten sind aber deutlich seltener als Interessenten.
Wie lange sollte ein Pachtvertrag laufen?
Zehn bis zwanzig Jahre sind üblich. Kürzere Laufzeiten führen dazu, dass der Pächter nicht investiert, weil er die Investition nicht mehr verdient. Wichtiger als die reine Laufzeit sind klare Regeln für Verlängerung, vorzeitige Beendigung und den Ausgleich von Investitionen.
Welche Sicherheiten kann ich verlangen?
Üblich sind eine Kaution oder Bankbürgschaft in Höhe von drei bis sechs Monatspachten, dazu gegebenenfalls eine persönliche Bürgschaft der Gesellschafter, wenn der Pächter eine Gesellschaft ist. Welche Sicherheit angemessen ist, hängt von der Bonität und der Höhe der Pacht ab.
Was passiert mit meinem Personal?
Beim Betriebsübergang gehen Arbeitsverhältnisse in der Regel auf den Pächter über. Die genaue Ausgestaltung und die Informationspflichten gegenüber den Mitarbeitenden gehören anwaltlich geprüft, weil hier Fehler teuer werden können.
Kann ich den Platz zurücknehmen, wenn es nicht läuft?
Nur nach den Regeln, die im Vertrag stehen. Deshalb gehören Kündigungsgründe hinein, die über den Zahlungsverzug hinausgehen, etwa die Verletzung der Betriebspflicht oder das Unterlassen vereinbarter Instandhaltung. Ohne solche Klauseln sind Sie über die gesamte Laufzeit gebunden.
Verpachten oder lieber verkaufen?
Das hängt davon ab, ob Sie Kapital oder laufende Einnahmen brauchen und ob das Eigentum in der Familie bleiben soll. Der Beitrag zum [Vergleich von Verkauf und Verpachtung](/magazin/campingplatz-verkaufen-oder-verpachten) rechnet beide Wege an einem Beispiel über zehn Jahre durch.

Dazu im Magazin

  • Schlüsselbund und verschnürter Umschlag auf einem Holztisch vor einem Fenster mit Blick auf einen See
    FN 04Kaufen und Pachten

    Campingplatz pachten: der Vertrag entscheidet

    Ein Pachtvertrag für einen Campingplatz bindet beide Seiten oft zwanzig Jahre. Was er regeln muss, wie sich die Pachthöhe bildet und worüber Pächter und Verpächter vor der Unterschrift wirklich verhandeln.

    Kaufen und Pachten13 Min.
  • Hütten und Wohnwagen an einem See in der Dämmerung, Lichterketten spiegeln sich im Wasser
    FN 02Nachfolge und Übergabe

    Campingplatz verkaufen oder verpachten: der Rechenvergleich

    Verkauf bringt einen Schlussstrich und eine sichere Summe, Verpachtung laufende Einnahmen und das Eigentum. Dazwischen liegt ein dritter Weg. Ein durchgerechnetes Beispiel über zehn Jahre zeigt, was die drei Wege unterscheidet.

    Nachfolge und Übergabe14 Min.
  • Rezeptionshütte mit Lichterkette im Kiefernwald, daneben Wohnwagen und Gäste im Gegenlicht
    FN 05Nachfolge und Übergabe

    Campingplatz bewerten: was den Wert bestimmt

    Ertragswert, Substanzwert und Marktvergleich verständlich erklärt, mit einem vollständig durchgerechneten Beispiel. Sie erfahren, welche Zahl in der Verhandlung wirklich zählt und warum Käufer und Verkäufer auf denselben Platz unterschiedlich blicken.

    Nachfolge und Übergabe14 Min.
Erstgespräch · kostenlos

Was ist Ihr Platz an Pacht wert?

Wir prüfen die Ertragskraft und nennen Ihnen die Größenordnung, bevor Sie mit der Suche nach einem Pächter beginnen.

  • 30 Minuten, kostenlos, noch kein Mandat
  • Danach ein konkretes Angebot, kein Druck
  • Eine ehrliche Einschätzung zu Ihrer Lage
  • Auch wenn am Ende ein anderer Weg besser passt
Porträt von Morris Mehnert vor der Küste
Porträt von Jan Henker vor der Küste

Lernen wir uns kennen

Sie sprechen direkt mit Morris Mehnert oder Jan Henker.

Erstgespräch vereinbaren

oder anrufen+49 176 76793743